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Wie kam es zur Bewerbung von Koblenz?

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Wie kam es zur Bewerbung?

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Es sollte doch alles eigentlich später stattfinden...

doch es kam anders...

 

Koblenz wollte sich eigentlich für einen späteren Termin der BUGA bewerben - für 2013 oder 2015. Konzepte wurden erstellt, die Werbetrommel entsprechend gerührt, und dann ging es in die Endausscheidung - mit den Konkurrenten wie z.B. Hamburg und Osnabrück.

Schuwi1Dann kam der Schock für das Koblenzer Bewerbungsteam um Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann ("SchuWi"): weder 2013 noch 2015 bekommt Kobenz eine Bundesgartenschau - stattdessen kommen Hamburg (2013) und Osnabrück (2015) zum Zug. Wobei sich Ende 2006 Osnabrück mit #ratsmehrheit dafür entschied, auf die Ausrichtung der Buga 2015 zu verzichten...

Die Erwartungen des Bewerbungsteams waren offensichtlich wohl etwas zu hoch: man war tief betrübt. Doch wie bei einem Kleinkind, das seinen Willen nicht direkt erfüllt bekommt, kam die Trotzreaktion: Bewerben "wir" uns doch eben für die nächste Buga im Jahr 2017 (so Oberbürgermeister "SchuWi") oder für eine rheinland-pfälzische Landesgartenschau (so FDP-Fraktionsvorsitzende Schwerin)!

Am 9.4.2003 sprang um 8.58 Uhr das Faxgerät in der "Koblenz-Touristik" an: Koblenz ist mit der Bewerbung für die Bundesgartenschau gescheitert! Dabei sah es tags zuvor noch gut aus für Koblenz: man durfte sich als dritter und letzter Bewerber vor der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft und dem Zentralverband Gartenbau in Bonn präsentieren - und bekam viel Lob.

Dementsprechend enttäuscht äußerte sich OB "SchuWi" auch gegenüber der Rhein-Zeitung (10.04.2003): "Ich hatte den Zuschlag so erhofft. Aber auch die beiden Konkurrenz-Städte haben gute Arbeit geleistet, das müssen wir anerkennen. Sicher bin ich enttäuscht, aber wir lassen die Flügel nicht hängen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Bundesgartenschau nach Koblenz holen werden - vielleicht sogar schon 2017. Außerdem glaube ich fest daran, dass wir die ausgezeichnete Machbarkeitsstudie nicht umsonst gefertigt haben. Wir sollten und wollen etwas für Koblenz tun. Deshalb ist die Studie nicht umsonst gewesen."

Warum scheiterte Koblenz gegenüber Hamburg und Osnabrück? Die beiden Mit-Konkurrenten setzten bei ihren Konzepten auf sogenannte "Entwicklungsflächen":

  • Osnabrück gewann mit der Umwandlung des Piesberges vom "Berg der Maloche" (Steinbruch und Mülldeponie") zu einer blühenden Erholungslandschaft
  • Hamburg siegte mit einer städtebaulichen Entwicklungslinie "City-Hafen/City-Harburg" - das Gelände ist 92 Hektar groß und beinhaltet ein stillgelegtes Bahnhofgelände

Und das wollte Koblenz alles bei einem Zuschlag für die BUGA 2013 oder 2015 verwirklichen:

  • Koblenz als Tor zur Rheinromantik und zum Weltkulturerbe ("Lebendige Romantik")
  • Koblenz am Zusammenfluss von Rhein und Mosel ("Wasser als Existenzgrundlage, Bedrohung und Lebenselixier")
  • Koblenz als Stadt der Festungen und des Militärs ("Stadtqualitäten durch Gärten und Parks, Auseinandersetzung mit den Spuren der Geschichte im Zeitalter europäischer Themen")

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Tröstende Worte fand im Gespräch mit der Rhein-Zeitung Stephan Braun vom Zentralverband Gartenbau (ZVG): "Es war eine sehr, sehr knappe Entscheidung zwischen Osnabrück und Koblenz für das Jahr 2015. Die Präsentation von Koblenz war super. Auch die Tatsache, dass der OB mit dem gesamten Stadtvorstand angereist war, hat die Jury beeindruckt. Es ist sehr selten, dass eine Stadt geschlossen ist. Um die Entscheidung wurde, und ich war dabei, sehr lange gerungen - es war hauchdünn. Lassen Sie es mich vielleicht so ausdrücken: Koblenz hat nicht verloren, Osnabrück hat den Zuschlag erhalten."

So kann man auch versuchen, Tränen zu trocknen...

 

Doch dann kam die Überraschung: Duisburg als Ausrichter der BUGA 2011 bekam "kalte Füße" - man wollte sich von der Ausrichtung der BUGA zurückziehen.

Die Alarmglocken schrillten bei den BUGA-Oberen - eine BUGA, die nicht stattfindet, ist schädlich für das Image und kann zu einem Präzedenzfall für die Zukunft führen. Man musste also unbedingt einen Ersatz-Veranstalter für Duisburg in 2011 finden. Aber wen sollte man nehmen? Neu ausschreiben?

 

Halt - da gibt es doch die BUGA-versessenen Koblenzer, die sind doch ganz heiß darauf, eine BUGA zu veranstalten. Sollte man nicht einfach die nehmen? Wenn die Koblenzer doch unbedingt sich für 2017 wieder bewerben wollen, könnten die doch eben früher dran kommen... Dann braucht man keinen neuen Wettbewerb für 2011 zu starten und hat den idealen Lückenfüller...

 

Denn genau das ist Koblenz eigentlich:

ein Lückenfüller,

dessen Konzept bei zwei Bewerbungen gescheitert war und jetzt eben als Notnagel herhalten muss! Man hatte somit den "Dummen" gefunden...

 

Und so nahm die BUGA 2011 ihren Lauf...

 

 

Und mittlerweile hat Osnabrück, der Gewinner für die BuGa2015, sich von der Ausrichtung der BuGa zurückgezogen!

Folgendes ist auf der Webite der BuGa2015 zu lesen:

 

Osnabrück steigt aus der BUGA aus

Mit 26 zu 23 Stimmen hat der Rat der Stadt Osnabrück am Dienstag, 21. November 2006, den Ausstieg aus der BUGA beschlossen.   

Der Rat hat entschieden, dass die Verwaltung die Rücknahme der Bewerbung vorbereitet, ein Konzept für die Entwicklung eines "Kultur- und Landschaftsparks Piesberg" mit den Schwerpunkten Freizeit, Kultur, Naherholung und Naturschutz erstellt und Verhandlungen mit dem Land, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und anderen potenziellen Zuschussgebern über Möglichkeiten der finanziellen Beteiligungen aufnimmt.

Nutzbare Elemente der bisherigen Planungen zur Bundesgartenschau sollen für den neuen "Kultur- und Landschaftspark Piesberg" berücksichtigt werden. Statt der BUGA-Entwicklungsgesellschaft wird zukünftig eine Piesberg-Entwicklungsgesellschaft gebildet. Den Ratsgremien wird zur Umsetzung des Konzeptes ein Stufen- und Finanzierungsplan zur Abstimmung vorgestellt.

BUGA-Website bleibt vorerst online

Aus Informationsgründen bleibt die Website zur BUGA vorerst unverändert online. Allen Interessierten sei das Gästebuch empfohlen, in dem zahlreiche Beiträge sicherlich auch jetzt noch für viel Diskussionsstoff sorgen werden.

Hier der Beschluss des Rates zur Bundesgartenschau:

Beschluss:

Der Rat möge beschließen:

1. Die Stadt Osnabrück verzichtet auf die Ausrichtung der Bundesgartenschau im Jahre 2015. Die Deutsche Bundesgartenschau GmbH wird über das Ergebnis der Ratssitzung schriftlich unterrichtet.

2. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein Konzept für die Entwicklung des "Kultur- und Landschaftsparks Piesberg" mit den Schwerpunkten Freizeit, Kultur, Naherholung und Naturschutz zu erstellen. Nutzbare Elemente der bisherigen Buga-Planungen sind dabei zu berücksichtigen.

3. Anstelle einer Buga-Entwicklungsgesellschaft wird eine Piesberg-Entwicklungsgesellschaft gebildet.

4. Für die Umsetzung dieses Konzeptes wird ein Stufen- und Finanzierungsplan den Ratsgremien zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Verwaltung wird beauftragt, beim Land, der DBU und anderen potenziellen Zuschussgebern über Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung insbesondere der Einwerbung von EU-Mitteln, zu verhandeln.

 

Quelle:

http://www.osnabrueck.de/buga2015/

 

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